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Kenia Reisebericht 2009




Endlich wieder Kenia

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16. und 17.01.2009
Nach einem Jahr Entzug aufgrund der politischen Unruhen ist es am 16.01.09 wieder soweit: wir fliegen wieder nach Kenia.
 
Wir, das sind:

Sarah Katja Heidi Thomas Ralph Olli Frank Ton Dieter Schappi

Und natürlich Tagebuchschreiber Olaf
 
Von Düsseldorf aus geht es über Amsterdam nach Nairobi. Es regnet und mit kleiner Verspätung können wir dann weiter Richtung Eldoret fliegen. Allerdings bemerkt Thomas kurz vorm Start, dass sein Gleitschirm wieder ausgeladen wird. Verbunden mit nicht unbedingt zitierfähigen Bemerkungen befördert er eigenhändig den Schirm zurück ins Flugzeug und bewacht ihn bis zum Abflug. Gegen 14h treffen wir endlich wieder an „unserem KV“ (Kerio View Hotel) ein, ein phantastisches Erlebnis nach einem Jahr Enthaltsamkeit. Wegen des starken Windes scheint das Fliegen heute noch nicht zu gehen, allerdings ist’s schon kurz drauf so ruhig, dass Ralph, Schappi, Thomas und Olli den ersten Flug 2009 in Kenia starten. Ralph kann’s gar nicht glauben, dass die so oft erzählten Geschichten wirklich von den tatsächlichen Gegebenheiten noch übertroffen werden. Wie ein Irrer zieht’s ihn zusammen mit Thomas und Schappi zunächst bis zum Wasserfall in den Süden, dann zurück, weiter in den Norden, dann wieder in den Süden, um nach 3 Stunden Flugzeit festzustellen: Alles noch besser, als die für ihn so unglaubwürdigen Erzählungen. Auch Olli sammelt seine ersten Kenia-Erfahrungen. Nach kurzem Abstecher zum kleinen Wasserfall lernt er, wie man mit kenianischem Matatu den Weg zurück zum Hotel findet.

 
 
18.01.2009
Der Tag fängt windig an. Schnell ist klar, Fliegen muß warten. Jeder vertreibt sich die Zeit auf seine Weise. Schnell hat sich eine Mau Mau Runde gefunden. Frank und ich gehen zum „Stadion“ und lernen beim herüber klingendem Gesang einer afrikanischen Kirche die Weltelite des Laufsports kennen.
 
Erwartungsgemäß lässt der Wind nach Mittag langsam nach und nach einiger Zeit sind wir zu neun Fliegern in der Luft.
 
Heute ist Sonntag und auch in Kenia ist dann keine Schule. Bestimmt „1000“J Kinder belagern uns. So ist das Starten am eigentlich großzügig bemessenen Startplatz trotzdem reichlich beengt.
 
Da kein Anderer mehr abheben will fällt schnell die gemeinsame Entscheidung: auf zum kleinen 5km entfernten Wasserfall. Nachdem auch die „Kenia-Neulinge“ schnell Vertrauen gefasst haben ist  eines keine Frage: natürlich wollen alle weiter fliegen zum insgesamt 15km entfernten großen Torok-Wasserfall. Das ist für die besagten Kenia-Neulinge (Katja, Sarah, Frank, Olli, und der allseits bekannte „unerfahrene“ Bamberger Windenflieger“ Ralph) unglaublich mit dem ersten Keniaflug schon eine beachtliche Strecke zu fliegen, eben ein unvergleichlicher „Sonntagsausflug“ (s. Keniatagebuch 2007).
 
Natürlich ist Ralph schnell auf und davon und muß wegen der schlagartig einsetzenden Dunkelheit um 19h nach 80km am Ende des Plateaus Richtung Norden notgedrungen absaufen.
 

 
Da wir erst um 17:30h vom Hotel los geflogen sind, wurde es auch für uns dann Zeit für die Rückkehr. Um 19h landen alle mit 30 geflogenen km Top nahe dem Hotel. Wie gesagt: das wird dann auch Zeit, weil hier um 19:05h das Licht ausgeknipst wird. (Aber besser, als unten deswegen Notzulanden). Für das anschließende Gruppenbild ist es schon fast zu dunkel.
 

 
PS: Heute wird unser Treiben vom lokalen Fernsehsender verfolgt und gefilmt. Der entsprechende Bericht soll mit Interview und den entsprechenden Bildern in den nächsten Tagen im TV gesendet werden.
 

 

Montag, 19.01.2009
Ein guter Thermiktag nimmt seinen Lauf. Am Vormittag ist es noch gut möglich für alle, einen schönen Flug nahe dem Hotel zu genießen. Gegen Mittag wird’s dann so knackig, dass nur noch „die Profis“ in der Luft sind und auch die ihren Kampf zu kämpfen haben. Die Gegensätze hier sind groß. Zum frühen Abend hin wird es so ruhig, dass wer will  nicht aufs Fliegen verzichten muß. Ein kurzer Abendflug zum Landeplatz unterm Hotel rundet das fliegerische Geschehen ab.
 
Der Tag endet gemütlich bei gewohnt gutem Essen und einigen wenigen Regentropfen.
 
Dienstag, 20.01.2009
Besagter Regen ist nur ein Strohfeuer des Vorabends gewesen und die Idee, schon um 07:30h zu frühstücken erweist sich als goldrichtig. Nicht lang warten und ab geht’s in die Luft. Nach dem Start von 9 Leuten nehmen wir bald Kurs auf den großen Wasserfall. Die Talquerung zwecks Fortsetzung Richtung „Charity“ bringt für Dieter und mich einen unverhofften Besuch der Chepsigot-Schule, obwohl Dieter noch mal kurzfristig schafft, auf 2200m hochzukommen. Gewohntes Bild: „hunderte“ von interessierten Kindern wie auch Lehrern; und das Beste, man kann sogar kalte Cola kaufen. Mit dem LKW trampen wir zurück nach Iten.
 
 
Hier erwartet uns schon der Rest der coolen Gang. Markus, Ralph und Thomas fliegen nach Iten um auf dem mitten im Ort gelegenen Sportplatz zu landen. Wieder eine beispiellose Menschenansammlung, diesmal aller Altersklassen, eine Attraktion für die Menschen, die sie nicht alle Tage haben. Richtiger Trubel entsteht, als Ralph einige mitgebrachte Kulis in die Menge wirft.
 

 
Die unter den Kenia-Fans allseits bekannten Samosas, dreieckige mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen, sollten an dieser Stelle ebenfalls nochmals erwähnt werden. Sie schmecken wie immer einfach klasse.
 
Es ist gerade 15h und aufgrund der gerade herrschenden super Bedingungen müssen wir hier abbrechen und jetzt erst mal wieder Fliegen.
 
Der in den letzten Tagen überregionale starke Wind hat deutlich nachgelassen. Deshalb ist die Kante nicht mehr so spannend. Statt dessen geht’s raus übers Plateau zum Thermikfliegen pur. Ralph schafft es sogar erstmalig fast bis nach Eldoret und mit dem nach Iten zurückkehrenden Ostwind J wieder zurück zu kommen.
 
Heute ist „Obama-Tag“. Zur Live-Übertragung finden sich viele Gäste im Hotel ein und es ist etwas voller als gewohnt. Das spiegelt den Stolz der Kenianer auf den Ursprung des neuen amerikanischen Präsidenten wieder, aber bestimmt geht’s morgen wieder ganz normal weiter.

 

Mittwoch, 21. Januar 2009
Der erste Faulenzertag nimmt seinen Lauf. Nach dem Regenschauer des Vorabends ist es heute Morgen ziemlich aufgefrischt. Nur 3 Piloten starten nach dem Frühstück unter recht niedriger Wolkenbasis. Einer bringt allerdings ein Bild eines seltenen Phänomens mit.
 

 
Nachmittags ist’s ein ähnliches Bild. Der frische, inzwischen auf NNO gedrehte Wind hält den Ehrgeiz flach, und als es dann wirklich gut geht, stellen wir alle fliegerischen Aktivitäten komplett ein, festen Willens: morgen wird wieder richtig geflogen. (mal gespannt, ob auch die drei Disco-Gänger dabei sind)
 
Ansonsten vertreibt man sich die Zeit mit Spaziergang nach Iten, zum Stadion, Mau Mau spielen oder einfach nur den Urlaub genießen und mal ausruhen. Zwei von uns (Ralph und Dieter) sind morgens mit Jean Paul zu einer zweitägigen Abenteuer-Tour im Tal zum Pokot Markt Richtung Tot aufgebrochen. Wir sind schon jetzt gespannt darauf, was sie zu erzählen haben werden.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Versprochen ist versprochen, heute ist Fliegen Trumpf. Der Morgen beginnt zwar wie recht oft ziemlich windstark, deswegen fahren Sarah und ich nach Eldoret. Für die meisten anderen fällt recht schnell die Entscheidung zum „Nordstartplatz“ auf’s Plateau zu fahren.  Alle mitgekommenen Piloten drehen bei guter Thermik auf und fliegen zum Hotellandeplatz
 
Und nachmittags geht’s dann richtig los. Einer nach dem anderen „macht sich in die Luft“ und vorm Hotel geht’s gut rauf. Olli fliegt seine erste Steilspirale. Frank schießt mit >3.600m den Vogel ab, landet aber dann ungezwungener Weise außerhalb – egal, geiler Flug. Nach Rückkehr und 10 Minuten am Startplatz ist er schon wieder in der Luft. Diesmal geht’s abermals zum großen Wasserfall und zusammen mit dem zurückkehrenden Thomas zum Landen runter nach Kessup (erster Ort unterhalb Iten).
 
Heidi weiht den Zufahrtsweg zum Hotel kurz vorm Eingang des Kerio View als Landeplatz ein. Sicher landet sie genau auf dem Weg, sicher ist eben sicher.
 
Dieter und Ralph kehren bei einsetzender Dunkelheit von Ihrer Tour mit Jean Paul und John Williams in den Norden zurück. Für die beiden war es ein unvergessliches und Atem beraubendes Erlebnis, einige Zeit mit den Menschen dort verbracht zu haben.
 
Freitag, 23. Januar 2009
Wir sind in Afrika. Heute Nacht fing es mächtig an zu schütten. Konsequenz: kompletter Stromausfall die ganze Nacht bis in den späten Morgen. Da wir hier zum Gleitschirmfliegen sind interessiert’s uns nur am Rande. Dann fliegen wir halt mit halb vollen Akkus. Schon bald nach dem Frühstück sind die ersten in der Luft und genießen das Fliegen im dynamischen Hangaufwind. Als die Thermik einsetzt, machen sich die ersten auf den Weg zum großen Wasserfall und weiter bis hin zum ehemaligen „Charity“-Startplatz (eingeweihte Kenia-Fans wissen: der Stamm-Startplatz aus früheren Zeiten) und natürlich wieder zurück.
 
Der von Thomas vor 3 Tagen aufgestellte inoffizielle Streckenrekord mit 108 geflogenen km wird heute von Ralph mit 132km in 5 ½h deutlich eingestellt. Mal sehen, wo das noch hinführt...
 
Als alle wieder am Hotel zurück sind macht sich trotz phantastischer Bedingungen eine unerklärliche Trägheit breit. Diese wird erst gegen 16h durch Chappi und mich durchbrochen. Jean-Paul beobachtet für ihn unerklärliche Dinge, als Chappi mehrmals vor dem Hotel runter-sattet. Sowas hat er bis heute noch nicht gesehen. Auf jeden Fall haben alle, die heut Nachmittag nicht geflogen sind, ganz sicher etwas verpasst.
 
Schon oft haben wir in der Vergangenheit das gute Essen im Kerio View erwähnt. Auch auf die Gefahr hin uns zu wiederholen: es ist nach wie vor außerordentlich lecker hier.
 
Samstag, 24. Januar 2009
Es wird immer schwerer, Neues zu berichten. In der Nacht regnet’s meist, was in der Regel zum Stromausfall führt. Daher werden die Akkus inzwischen vorm Abendessen geladen.
 
Die Wolkenbasis ist sehr niedrig. Unsere drei Mädels sind inzwischen vom OLC-Fieber befallen. Katja nutzt die ruhigen Vormittagsbedingungen um zum Torok-Wasserfall zu fliegen (bis hin zur tief hängenden Basis); und das gleich zwei Mal hintereinander. Zum Nachmittag sind alle Thermikflieger in ihrem Element. Direkt vorm Hotel kann man beliebig oft zu den Wolken fliegen.

Seit heute Mittag sind die Massais wieder da. Schon vor zwei Jahren war David (der Chef der Gruppe) mit seinen Leuten hier. Schnell sorgen sie mit ihren Gesängen und ihren beachtlichen Sprüngen dafür, dass Afrika hier nicht nur zu sehen, sondern ganz besonders auch zu fühlen ist.
 
 
Sonntag, 25. Januar 2009
In der Nacht hat’s geregnet und der Strom ist weg: wieder nichts Neues. Trotz des nächtlichen Regens bleibt die zu erwartende Auffrischung des Ostwindes aus. In ruhigen Bedingungen geht’s gleich nach dem Frühstück wieder los. Im übrigen, seit dem wir hier sind ist jeden Tag (von den meisten nicht nur einmal) geflogen worden. Wo gibt es sonst noch so was? Ein Pilot kommt bisher auf über 27 Flugstunden.
 
Ralph revanchiert sich heute bei Thomas und überholt ihn wieder in der internationalen Wertung des DHV-XC (4 Punkte), nachzulesen auf der entsprechenden Internet-Seite.
 
Ralph macht sich dafür heute Mittag auf eine andere Art & Weise Spaß. Er nimmt eines von den Kindern vom Startplatz (uns als Tom bekannt) mit auf einen kurzen Flug. Das wird Tom bestimmt nicht so schnell vergessen.
 
Ansonsten: Fliegen, Fliegen, Fliegen... Was soll man auch anderes machen, wenn die Thermik ruft.
 
PS: Wir haben gehört, dass zuhause der Winter die Oberhand behält. Wie wär’s mit einer gut gemeinten Idee:

Können wir nur empfehlen.
 
Montag, 26. Januar 2009
 
Das Fliegerische steht heute im Hintergrund. Wie geplant fahren wir trotz bestem Flugwetter zur Kobil-Schule etwa 3km nördlich von Iten. Bedrückend zu sehen, wie einfach die behinderten zumeist Waisenkinder hier leben. Als wir ankommen erwartet uns nicht das für uns schon so gewohnte Gejohle fröhlicher Kinder, sondern eine seltsame Stille. Schüchtern und zurückhaltend werden wir begrüßt. Es fehlt am Notwendigsten und Hilfe tut dringend Not. Verständlich die Freude, als die Zuwendung in Höhe von 2.000EUR aus Ralphs Spendenaktion angekündigt wird.
 
Nachdem wir uns ein wenig umgesehen haben, fahren wir weiter zur Chebonet-Secondary-School ebf ca 3km diesmal Richtung Westen. Auf Ralphs Anregung hin starten wir dort das Projekt „Flying for a New Classroom“. Unter den neugierigen und natürlich auch dankbaren Augen der anwesenden Lehrer und des Schulleiters bekommt ein Klassenzimmer von uns einen neuen Anstrich. So bekommen wir auch einen Eindruck vom Unterricht, der trotz unserer Aktion in den Nachbarräumen weitergeht. Solche Impressionen kann man in keinem Reisebüro buchen. Es ist schön, zu erleben, wie das fertige Werk von den Jugendlichen und den Lehrern in Augenschein genommen wird. Da ist schon ein gewisses Staunen, dass die Weißen einfach so daher kommen und ein Klassenzimmer renovieren.

Am Sonntag erwähnten wir den kleinen Mitflieger Tom, der uns inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist. Auf dem Weg zur ersten Schule am Vormittag haben wir ihn zur Untersuchung ins örtliche Krankenhaus mitgenommen, da er deutliche Krankheitssymptome zeigte. Erleichterung, als wir am Nachmittag das Ergebnis bekommen: nur eine allerdings Ernst zunehmende Grippe.
 
Nun zum Fliegen. Nach unserer Rückkehr zum Hotel ist es so ruhig, dass keiner mehr so recht fliegen will. Also fällt’s heute ganz einfach aus und wir widmen uns dem Mau Mau Spiel oder anderen Dingen, die das Leben und den Urlaub angenehm machen.
 
Dienstag, 27. Januar 2009
 
Die Normalität ist zunächst zurückgekehrt. Warum „zunächst“ hängt mit unserem kleinen Freund Tom zusammen, aber dazu später mehr.
 
Der nächtliche Regen mit Stromausfall muß eigentlich nicht mehr erwähnt werden.
 
Nach dem Frühstück ist es wieder an der Zeit zu fliegen. Die Strecken zum Torok-Wasserfall und darüber hinaus Richtung Charity werden immer mehr zur Routine. Der zum Mittag hin auffrischende Wind sorgt allerdings dafür, dass manch einer die sichere Landung unterm Hotel sinnvoller Weise vorzieht. Mittags schaut man jedenfalls nur in zufriedene Gesichter.
 
Was passiert nach solchen Flügen üblicher Weise? Erst mal Pause und relaxen. 10 Karten ziehen beim Mau Mau lassen dennoch manche Emotion aufkommen.
 
Nachmittags allerdings geht’s wieder zum Startplatz. Die dunklen Wolken und der drohende Regen sind nur für unsere drei Cracks Markus, Thomas und Ralph kein Hindernis für einen Flug in Hotelnähe. Unter unseren Augen frischt es dann aber dramatisch auf. Die drei müssen wirklich alle Register ziehen, um vor dem Wetter abzuhauen. Ergebnis ist eine Sicherheitsaußenlandung, fliegerisch schon anspruchsvoll und nicht nur, aber besonders für die Fliegenden mit einem ordentlichen Adrenalinschub verbunden.
 
Kurz vorm Abendessen kommen die Mutter und die Tante von unserem Schützling Tom zu uns ins Hotel. Sie können es noch immer nicht fassen, warum gerade Tom das Glück hatte, uns in die Hände zu fallen. Ergebnis des gemeinsamen Gespräches: Tom wird in den nächsten Tagen mit Hilfestellung von Joseph (Kenia-Kenner kennen ihn) an einer Privat-Academy angemeldet. Die Kosten (lediglich 170EUR p. a. für Schule incl. Verpflegung und Uniform, Bus und Computerkurs) werden aus dem Topf von Ralphs Spendenaktion bestritten, eine wie wir denken, sinnvolle Investition.
Mittwoch, 28. Januar 2009
 
Der Regen in der Nacht war der bisher Stärkste, das Gewitter das Schönste und der Stromausfall der Normalste. Zum Frühstück sitzen wir in einer dicken Wolke. Unseren in zwei Gruppen aufgeteilten Ausflüglern ist’s gerade recht. Die einen wiederholen die zweitägige Tour der Vorwoche mit Jean-Paul nach Tot, die anderen fahren heute zum Lake Baringo.
 
Der Rest, insgesamt sechs Leute, erlebt den ersten Tag in Kenia ohne jegliche Flugaktivitäten. Die Basis hebt sich zwar recht bald, aber der kontinuierlich starke Wind macht faul. Man vertreibt sich die Zeit mit Relaxen, Relaxen, Relaxen....
 
Am Abend kommt die Gruppe vom Lake Baringo zurück, und es gibt natürlich von vielen Eindrücken ganz viel zu berichten. Nach dem Frühstück am Lake Krokodile wurden einige Hütten der Einheimischen in Marigat besucht. Dann die tolle Bootsfahrt, die unendlich vielfältige Vogelwelt, die im Wasser trotz vorhandener Krokodile und Flusspferde spielenden Kinder, die Flugakrobatik des Seeadlers, Skorpione, Vipern und nicht zuletzt ein kleines Unwetter mitten auf dem Wasser.

Man sieht, auch ein Tag ohne Fliegen kann in Afrika ein tolles Erlebnis sein.
 
 
Donnerstag, 29. Januar 2009
 
Kein Regen, kein Gewitter und sogar der Strom ist uns die ganze Nacht geblieben. Dabei hatten wir uns gerade daran gewöhnt, bei Kerzenschein ins Bett zu fallen.
 
Das Wetter zeigt sich ab jetzt J von seiner gewohnten und von uns so geschätzten Seite. Das spiegelt sich auch in den fliegerischen Höhepunkten des Tages wieder.
 
Thomas nutzt heute seinen letzten Flugtag vor der Abreise und fliegt sich auf den ersten Platz des DHV-XC. Sein kurzer und trockener Kommentar findet sich im Gästebuch des KV wieder: Ziel erreicht – danke!!!
 
Als Folge gibt es ein paar Tusker mehr und einen Bier trinkenden Thomas.
 
Auch Markus hat sein spezielles Erlebnis. Schon früh bricht er Richtung Tot auf und säuft 11km vorm Hotel ab, zwar bitter, aber nach einer solchen Leistung durchaus zu verkraften. Ein bisschen Sicherheit brachten ihm natürlich auch die unter Jean-Pauls Führung zurückkehrenden Abenteurer aus genau dieser Richtung.
 
Abends unterstützen Dieter und Ton Ralph derart, dass sie die Einladung von Toms Mutter zum Abendessen annehmen. Ein weiterer kultureller Höhepunkt, Menschen in Afrika in ihrer gewohnten Umgebung erleben zu können, wieder mal wirklich in keinem Reise-Katalog der Welt buchbar.
 
 
Freitag, 30. Januar 2009
 
Urlaub ist begrenzt. Das merken nach schnell vergangenen 14 Tagen heute besonders unsere abreisenden Piloten Sarah, Ton, Thomas und Olli. Deswegen schon heute, weil sie die Rückfahrt nutzen wollen, um unterwegs den Nationalpark in Nakuru zu besuchen, bevor es morgen früh endgültig heim geht. Solche Tage drücken erfahrungsgemäß gern ein wenig auf die allgemeine Stimmung, aber schnell kehren wir zur Routine zurück.
 
Frank erfreut sich an einem schönen 2-Stunden-Flug, während Katja erfolgreich fleißig Punkte zur Verbesserung ihres Rangs im DHV-XC sammelt. Am Abend ist sie erste der Damenwertung. Ralphs Verfolgungsjagd auf Thomas hat ebenfalls begonnen. Mal sehen, wie lange sein Platz 1 bleiben wird. Ich selbst tausche heute meinen Avalon mit X-Press gegen einen neuen Arriba mit Kult 2 - Gurtzeug; neue Welten tun sich auf.
 
Beim Abendbrot haben wir Tom mit 3 Geschwistern zu Gast. Er als Jüngster begreift am schnellsten, wie man mit Messer und Gabel umgeht. Das wirkt schon ein bisserl „strange“ auf uns, macht aber auch riesig Spaß.

 
Samstag, 31. Januar 2009
 
Kein Regen in der Nacht, eine leichte Brise am Morgen. Ein ganz normaler Afrika-Flugtag nimmt seinen Lauf. Wie üblich geht’s auch gleich nach dem Frühstück wieder los.
 
Nachdem alle gestartet sind machen wir uns mal wieder auf den Weg zum Torok-Wasserfall, diesmal schon mit dem Vorsatz der Talquerung und Fortsetzung Richtung Süden. Dieter sorgt für Aufsehen, als er fast absäuft und sich dann von ganz unten aus dem Tal wieder zurück an die Kante kämpft. An „Charity“ vorbei fällt nach mehr als einer Stunde die Entscheidung zur Umkehr. Zurück müssen wir gegen den Wind. Diesmal erwischt es Dieter dann doch und er landet sicher unten im Tal. Heidi stattet der uns schon bekannten Chepsigot-School einen Besuch ab. Auch Katja erkundet kurz vor der geglückten Rückkehr einen neuen Landeplatz in Kessup. Der Arriba, den ich fliege, bewährt sich und ich schaffe es zusammen mit Markus und Ralph bis an den Hotel-Landeplatz, eine erfolgreiche >50km Strecke.

Als alle zum Mittag wieder auf unterschiedlichste Weise am Hotel eingetroffen sind, wird der besondere Vormittag mit ein paar Tusker gebührend abgeschlossen. Für heute sind wir alle satt, was das Fliegen angeht.
 
So verläuft der Nachmittag eher gemütlich (außer für Ralph und Dieter, die den kleinen Wasserfall zu Fuß unter die Lupe nehmen)
 
Sonntag, 1. Februar 2009

Aufgrund der späten Rückkehr aus der Disco ist es nicht so schlimm, dass der Wind so stark aufgefrischt hat. Das Fliegen rückt in den Hintergrund. Man schläft aus und das Frühstück beginnt deutlich später als gewohnt.
 
Um dem Tag dennoch die Trägheit zu nehmen fahren wir zu sechst wieder nach Eldoret. Ein bisschen Bummeln und vor allem einen Computer (so was ist mit 170EUR relativ preiswert hier) für die Chebonet Schule kaufen, das sind unsere Anliegen. In den Supermärkten, die wir besuchen, sehen wir, dass man fast alles hier bekommt, wenn man es als Einheimischer denn auch bezahlen kann. Auf jeden Fall sehenswert, was es in afrikanischen Märkten so gibt.
 
Markus versucht am Nachmittag trotz allem sein Glück und startet am Hotel, um sehr schnell festzustellen, keine guten Flugbedingungen. Nach einigen Klappern ist sofort klar, schnell und sicher unten landen und gut ist’s.
 
Durch unseren kleinen Ausflug ist uns ganz entgangen, dass Hermann inzwischen eingetroffen ist, die letzte Etappe von Nairobi aus mit dem Matatu. Entsprechend müde verschläft er dann auch ganz ohne Probleme das Abendessen, eigentlich eine kleine Sünde...
Montag, 2. Februar 2009
 
Man hört es schon im Bett: es weht... So gibt es keine Eile, zu frühstücken. Nach einigen Überlegungen fällt die Entscheidung: auf zum Torok-Wasserfall, aber diesmal nicht mit dem Schirm sondern mit dem Auto, um ihn abwärts 'per pedes' zu bezwingen.
 
Schnell sind 2 „Guides“ gefunden. Sie führen die Gruppe von Matungen aus unbeirrt über steile und felsige Wege bis zum Fuß des Wasserfalls. Auf dem Weg befindet sich ein Mini-Dörfchen mit 3 Hütten und sehr aufgeschlossenen netten Menschen.
 

 
Selbstlos bieten sie ihre frischen Tomaten und Passionsfrüchte an – lecker! Als einziger nutzt Dieter kurz darauf die Gelegenheit, Pombe zu probieren.
 

 
Wir alle haben schon oft von diesem einheimischen alkoholhaltigen Gebräu gehört, aber noch keiner hat’s probiert. Der Rest des Weges führt durch dicht bewachsenen Urwald, bevor es ein kleines Stück über die Teerstraße nach Tambach geht. Müde aber zufrieden schmeckt das kalte Tusker noch besser. Hier wurden dann zwecks Heirat beinahe 2 Ziegen (Heidi und Katja mögen’s mir verzeihen) gegen 15 Kühe eingetauscht.
 
Als dann ein Taxi für die Heimfahrt zur Verfügung steht, sind alle froh, nach > 6 Stunden Fußweg nicht mehr laufen zu müssen.
 
Heute ist die Fliegerei nur eine Randnotiz. Hermann macht in Begleitung von Markus seinen diesjährigen Jungfernflug (ein Besuch der Wanderer am Wasserfall) in Kenia, nachdem der Wind zwar noch recht stark, aber nicht mehr so böig bläst.
 
Dienstag, 3. Februar 2009
 
Der Wind, der Wind, der Wind.... Auch heute Morgen ist Pole Pole (langsam) angesagt, denn bei solchen Bedingungen sollte man eher nicht fliegen. Ralph und Frank nutzten das, um Tom zur Einkleidung in seine neue Privatschule zu begleiten.

Nachdem der Vormittag eher gemütlich dahin plätschert, steht am Nachmittag ein Ereignis ganz anderer Art an.
Wir haben eine Verabredung zum Fußball spielen in der Kessup-School.
Dieses Event umrahmt eine weitere Unterstützung in Höhe von 1.400EUR aus dem insgesamt 3.800EUR großen Spendentopf (incl. der großzügigen Spende in Höhe von 500EUR vom FZE durch Markus) des Projektes „Fliegen für ein Klassenzimmer“
Trotz der in Afrika mindestens 1stündigen Verspätung sitzen weit mehr als 300 Kids geduldig aber gespannt an ihrer Schule. Entsprechend dann der Jubel, als wir endlich eintreffen. Markus fliegt als einziger vom Hotel zum Schulhof. Als er zum Landen abspiralt, ist das Johlen bis hinauf zum Hotel zu hören.
Dann werden die von Ralph organisierten Trikots vom Herold (viele Grüße an meinen Chef) verteilt und es kann losgehen. Unser Nachteil: bei uns spielt ein Holländer. Nach 5 Spielminuten war dann auch für ihn klar, auf welches Tor er spielen muß.
 
 Mit 1:5 müssen wir, trotz guter Ausstattung mit von Jean-Paul gesponserten Kerio View T-Shirts, uns nach 2 * 15 Minuten gegen die Kids geschlagen geben. Keine Chance gegen die kleinen Laufwunder in >2000m Höhe konditionell gegen zu halten.

Es folgen echte Gänsehautmomente. Wir sitzen auf Augenhöhe mit den Kindern. Mit kleinen Kehlen aber vollen Stimmen bedanken sie sich mit afrikanischen Liedern. Sowas kann man nicht beschreiben, das muss man erleben – einzigartig.
Das abendliche Barbecue macht den Tag dann trotz abermals wenig Flugaktivität zu einem runden Erlebnis. Spruch des Abends: „Arriba is good, but Tusker is better“.
 
Mittwoch, 4. Februar 2009
 
Heute wird wieder richtig geflogen, das ist zunächst unser Eindruck am Frühstückstisch. Also ein wenig beeilen und auf zum Startplatz neben dem Hotel.
 
Frank bemüht sich mit Hilfe von Markus redlich, um in die Luft zu kommen. Schließlich gibt er entnervt auf. Der Wind hat nämlich sehr stark aufgefrischt. Als Markus dann startet und sich mit wenig Vorwärtsfahrt gegen den Wind bewegt, ist schnell klar: wir – der Rest – fliegen nicht.
 
Statt dessen fahren wir zu viert noch mal zur Chebonet-School. Der Computer muss noch dorthin und eine Wand des Klassenzimmers blieb mangels Farbe ungestrichen.
Schnell ist das unter Mitwirkung einiger Schüler erledigt und es bleibt Zeit für eine Teilnahme am Mathematik-Unterricht, zu dem wir dann mitten unter den Schülern sitzen. Nach einer Dankesrede des Schuldirektors vor den komplett draußen versammelten Schülern statten wir noch der neuen Schule von Tom einen Kurzbesuch ab. Wie ein König trohnt er inmitten seiner neuen Mitschüler auf den Schultern von Ralph – hat schon was Amüsantes.
 
Der Rest des Tages ist nicht so spannend und wird hier einfach mal weggelassen. Jeder verbringt die Zeit auf seine Weise, Urlaub eben...
 
Donnerstag, 5. Februar 2009
 
Aus Fehlern lernt man. Also nichts wie raus aus dem Bett, schnell frühstücken und ab zum Startplatz. Diesmal sind wir schneller, als der Wind auffrischen kann und aus der Luft zeigen wir ihm die lange Nase – ätsch...
 
Alle am Himmel nutzen den Flug auf unterschiedlichste Art und Weise. Zum Wasserfall oder nach Charity, oder nur bis zur Stromleitung oder einfach vorm Hotel. Bei aufgefrischten Bedingungen wird gelandet und dann wird das Flugwetter erst richtig gut. Denn der Wind lässt im Gegensatz zu gestern zum Nachmittag deutlich nach und es wird gut thermisch. Wolken besuchen oder einfach nur Spaß am Fliegen, das macht die erste Nachmittagshälfte aus.
 
Die Zweite steht hingegen unter ganz anderem Vorzeichen. In Begleitung der Zeitung und des nationalen Fernsehens (schon das zweite Mal in diesem Urlaub) fahren wir noch mal zur Kobil-Schule. Unter den Augen vieler Kameras helfen wir den behinderten Kindern beim Anziehen und fahren sie mit ihren klapprigen Rollstühlen, einerseits befremdlich, andererseits eine tiefgehende Erfahrung.
 
 
Und dann wieder Interview vor laufender Kamera in englischer Sprache. Da kann’s einem nicht nur wegen der vom Himmel brennenden Sonne schon mal heiß werden... Wir planen schon jetzt die begonnene Unterstützung im nächsten Jahr fortzusetzen.
 
So geht nicht nur für mich als Tagebuchschreiber der fast dreiwöchige Aufenthalt hier zu Ende. Außer mir machen sich noch Katja, Heidi, Ralph, Frank und Dieter morgen auf den Weg nach Nakuru, um den dortigen Natonalpark zu besuchen, bevor wir dann übermorgen den Heimflug antreten.
 
Freitag, 6. Februar 2009
 
Die letzen Stunden vor der Abfahrt nach Nairobi für die meisten sind angebrochen.
Nach dem Frühstück wird das Auto beladen und es geht Richtung Nakuru in den Nationalpark und dann weiter nach Nairobi.
 
Noch für eine Woche hier bleiben Hermann und Markus, die den ganzen Tag rumgammeln und sogar perfekte Startbedingungen verschlafen nach dem sie innerhalb des Hotels umgezogen sind. Was sonst so am Abend geschieht, kennt ihr ja alles schon. Morgen werden wir dann wieder richtig angreifen.......
 
Samstag, 7. Februar 2009
 
 
Hermann und meiner einer machen uns schon früh zum Frühstücken auf, um dann schnell in die Luft zu kommen. Kurz bevor wir am Wasserfall sind, klingelt mein Telefon. Jean-Paul zitiert mich zurück, da der Projektleiter der Kobil-Schule aus Belgien da ist.
Ich mache mich also auf den Rückflug, um mit Eric Seynaeve (Itenia projekt) und Jim-Paul bei der Bank unser Geld einzuzahlen. Das Einzahlen des Geldes vom Kessup Projekt ist schnell erledigt, allerdings trägt das Eröffnen des neuen Kontos für das Kobil Projekt auch nach 2 Stunden noch keine Früchte. Es ist ja auch Samstag!!! Wir werden es dann die Tage nochmals versuchen, solange haben wir das Geld auf der Bank geparkt.
Der Tag ist jetzt schon bis zum späten Nachmittag fortgeschritten und wir machen uns nochmals kurz in die Luft, um noch einen Genussflug zu machen.
Das Hotel füllt sich langsam, da morgen in Iten der letzte Durchgang der Kenia-Rallye vor der Tür steht.
 
Sonntag, 8. Februar 2009
 
Wie das Leben so spielt, kommt uns die Kenia-Rally gerade recht, denn als wir morgens die Augen aufmachen - was nicht nötig gewesen wäre - können wir den starken Wind schon hören. Wir rappeln uns trotzdem hoch und bewegen uns Richtung Frühstück, um dann mit Jean-Paul, Peter, Liasa und Durka zum Rennen zu gehen. Die geplante Landung fällt also komplett ins Wasser und so können wir uns in Ruhe die Rallye ansehen.
 
Natürlich als
 
So verbringen wir den ganzen Tag ohne dass wir ans fliegen denken (wer`s GLAUBT). Bei der Rückkehr ins Hotel können wir kaum unseren Augen trauen, so gut besucht haben wir das Hotel noch nie gesehen. Den üblichen Lunch nehmen wir draußen zu uns, da jeder Tisch besetzt ist. So vergeht wieder ein Tag im Kerio-View...
 
Montag, 9. und Dienstag 10. Februar 2009
 
Der gute alte Wind bläst und bläst.....
Nachdem wir nach so langer Zeit hier schon perfekt aklimatisiert sind, haben wir glatt die letzten 2 Tage bei 21°C gefroren.
Es ging so weit, dass Hermann schon um 17 Uhr den Kamin im Restaurant angezündet hat.
Am Dienstagabend lässt der Wind endlich nach und wir denken, dass wir dann am nächsten Tag fliegen können. Wenn es dann wirklich so ist, wird man uns wahrscheinlich aus der Luft schießen müssen.............................................
 
Mittwoch, 11. Februar 2009
 
Der  Wind hat nur ein wenig nachgelassen, trotzdem machen wir uns auf den langen Weg zum Startplatz!!! Und Hermann raucht wie immer seine obligatorische Startzigarette, während ich mich startklar mache. Auf dem Weg Richtung Süden funke ich dann, dass H. lieber am Boden bleiben soll, da die Thermik sehr hart ist. Kurz darauf lande ich dann auch wieder am Hotel, was wahrscheinlich auch gut so war.
Dann widmen wir uns einer ganz neuen Aufgabe. Wir vermessen für Jim-Paul und Peter ein Grundstück auf dem Plateau mit unserem GPS.
Zum Abend hin macht sich Hermann dann doch noch mal in die Luft. Der Tag ist jedenfalls damit auch gerettet.
 
Donnerstag, 12. Februar 2009
 
Perfekte Bedingungen am Morgen. Wir sind früh am Start und machen uns gleich auf den Weg Richtung Süden. Alles läuft nach Plan und wir sind sehr schnell am großen Wasserfall. Ich beginne sofort mit der Talquerung, da meine Höhe ausreicht. Von der anderen Seite sehe ich dann Hermann nachkommen und denke so bei mir, dass es sehr niedrig aussieht. Die Vermutung bestätigt sich dann auch sehr schnell und Hermann fliegt Richtung Olaf`s und Dieter`s Gedächtnislandeplatz, wo er dann auch landet. Ich selber fliege noch weiter bis hinter Matungen, wo ich dann komplett gegen den Wind stehe. Der Rückflug zum Hotel steht bevor und ein Weiterflug Richtung Norden macht leider auch keinen Sinn. Dies ist für mich schlecht, aber gut für Thomas und Ralph im XC, da auch unsere Zeit zu Ende geht.
Am Abend begeben wir uns nochmals zum Starten, da es eigentlich gut aussieht. Die Wolken werden immer dunkler und Hermann bleibt lieber am Boden. Eigentlich eine sehr gute Entscheidung, aber wie sich dann herausstellt leider eine falsche, da ich noch einen Traumflug mache. Es geht ganz sanft auf über 4200m und ich kann traumhafte Regenbögen sehen, die kreisrund sind. Die Landung nach einem kleinen, aber feinen FAI-Dreieck erfolgt pünktlich 5 Minuten vor Sunset am Hotel. Wer hier eine halbe Stunde nach SS landen will hätte ein großes Problem, da die Sonne quasi vom Himmel fällt. Schalter aus, dunkel.......................................
Essen, Trinken, Schlafen - fertig ist der Tag.
 









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Publiziert am: 2009-01-14 (2684 mal gelesen)
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